Im Allgemeinen wird die Besteuerung auf zwei Arten von Einkommen hinterzogen: Einkünfte aus illegalen Tätigkeiten und Einkünfte aus legalen Tätigkeiten. Für erstere entsteht die Entscheidung, Steuern zu hinterziehen, weil die Aktivitäten illegal sind und geheim gehalten werden müssen; daher sind die daraus resultierenden Einkünfte nicht meldepflichtig. Diese Entscheidung scheint unabhängig von steuerpolitischen und steueradministrativen Parametern zu sein, ist es aber eigentlich nicht.17 Für letztere ergibt sich die Entscheidung, die Steuern zu hinterziehen, aus der erwarteten Nutzenmaximierung oder dem erwarteten Einkommensmaximierungsverhalten des Steuerzahlers. In diesem Fall wird die Entscheidung, Steuern zu hinterziehen, durch steuerpolitische und steueradministrative Parameter beeinflusst. Die untersuchte Literatur befasst sich mit der Steuerhinterziehung von Einkünften, die offensichtlich aus legalen Tätigkeiten stammen, ohne Bezugnahme auf die aus illegalen Aktivitäten abgeleiteten. Die Auswirkungen der Form des Steuersatzes auf die Steuerhinterziehung werden in Srinivasan (1973), Nayak (1978) und Koskela (1983b) berücksichtigt. Srinivasan, unter der Annahme eines zunehmend steigenden Strafmultiplikators und einer Wahrscheinlichkeit der Aufdeckung, y, zeigt, dass eine progressive Steuerfunktion, die die gleichen Einnahmen wie die proportionale Steuerfunktion in Ermangelung einer Untertreibung des Einkommens ergibt, weniger erwartete Einnahmen und Strafen bei Untertreibung des Einkommens bringen wird. Nayak, der ein Modell nach dem Vorbild von Srinivasan verwendet und davon ausgeht, dass die Strafe eine progressive Funktion des Anteils der unterbewerteten Einkommen ist, stellt fest, dass eine regressive Steuerfunktion, die die gleichen gesamten Steuereinnahmen als proportionale Steuerfunktion ergibt, wenn keine Untertreibung des Einkommens besteht, bei der optimalen Untertreibung des Einkommens zu einem höheren erwarteten Einkommen führen wird. Enrick (1963) untersucht anhand des Umfrageansatzes das Einkommenssteuerbewusstsein oder -bewusstsein der US-Steuerzahler. Er soll insbesondere prüfen( 1) wie genau Einzelpersonen ihre eigenen Steuerschulden schätzen, mit Ausnahme des jeweiligen Tages, an dem am 15. April eine endgültige Steuererklärung eingereicht werden muss; (2) wenn sie dazu neigen, Bei der Schätzung Fehler zu machen, in welche Richtung diese wahrscheinlich fallen werden; und (3) ob die Zurückbehaltung nachweisbare Auswirkungen auf die Genauigkeit oder Ungenauigkeit der Schätzung hat. Enrick argumentiert, dass das Studium des Steuerbewusstseins oder -bewusstseins wichtig ist, denn wenn wir das Steuerbewusstsein der Menschen nicht kennen, macht es wenig Sinn zu behaupten, dass wir wissen, inwieweit Veränderungen ihrer Steuerlast ihr Verhalten beeinflussen werden.

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